„Zuversicht – 7-Wochen ohne Pessimismus“ – Eine Nachricht aus den Kindergärten

Viele kleine Leute, die viele kleine Schritte gehen …

„Zuversicht – 7 Wochen ohne Pessimismus“ in Zeiten in denen so vieles uns umtreibt …?
Unser Klima zum Beispiel und seine dramatische Veränderung zeigt uns, dass es nicht einfach so weitergehen kann. Können wir als Einzelperson überhaupt etwas zum Schutz der Schöpfung bewirken?
Ja, wir können! Jener kleine Schritt mit Zuversicht, dass sich noch etwas änern lässt, ist bei uns im Kindergarten in der täglichen Arbeit zu sehen:

  • Wir verzichten seit über einem Jahr auf das Kaufen neuer Spielsachen und keiner vermisst etwas.
  • Doppeltes, nicht mehr benötigtes wird an BEdürftige verschenkt.
  • Zum Malen wird um Papier zu sparen, in persönlichen Din-A-4 Hefte gemalt.
  • Das Konsumieren von verschiedenen Außenaktivitäten wird bis auf wenige Höhepunkte im Jahr beschränkt. Die Kinder haben bewusst Zeit zum Spielen, Zeit für Begegnungen und zum Reifen.
  • Schon lange gehören Brotdosen und wiederverwendbare Behälter zum Alltagsbild bei uns. Es gibt keinerlei Verpackungsmüll, auch weil die Eltern auf das Mitbringen von speziellen Kinderlebensmittel in bunter Plastikverpackung verzichten.
  • Viele Fahrräder und Anhänger stehen vor dem Kindergarten. Der Parkplatz wird zu Stoßzeiten zwar immer noch gut genutzt, aber die Wiese daneben wurde nicht, wie schon häufig angedacht, versiegelt.
  • Stattdessen pflanzen wir in jedem Herbst Blumenzwiebeln für unsere Frühlingsgefühle und für die Wildbienen aus unserem Wildbienenhaus.
  • Im Vorflur lädt ein „Offenes Bücherregal“ zum Tauschen von Büchern und Zeitschriften ein.
  • Vereinzelt ziehen Holzzahnbürsten bei uns ein.

So wird jeder einzele kleine Schritt zu einem Weg mit Zuversicht. Ohne im Pessimismus zu verharren singen wir deshalb das Lied von den kleinen Schritten:
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der Welt verändern,
können nur zusammen das Leben bestehn.
Gottes Segen soll sie begleiten,
wenn sie ihre Wege gehn.
Kanon: Bernd Schlandt