Zum 1.April ziehe ich um. Nach 26 Jahren Leben im großen Pfarrhaus in eine schöne, helle Oberwohnung ins Haus einer Freundin. Nur 400 Meter Luftlinie von der Martin-Luther-Kirche entfernt. Ich bin aufgeregt und freue mich: Über die Veränderung, über diesen Neuanfang und darüber, dass ich hier bleibe. In „meinem“ Bürgerfelde- Dietrichsfeld, das für mich in all den Jahren zur Heimat geworden ist. Ein guter Ort für mich, um zu sein und zu leben.
Gute Orte bezeichnen für mich nicht nur das Räumliche oder Geografische, sondern hierbei geht es auch um Begegnungen mit Menschen und um Resonanzerfahrungen zwischen Mensch und Natur. An „Guten Orten“ fühle ich mich angenommen und komme zur Ruhe. Vieles ist mir vertraut und ich fühle mich Zuhause. In sich verändernden Zeiten – gesellschaftlich und politisch – wird die Frage nach „Guten Orten“ immer wichtiger. Denn viele Menschen sind besorgt und verängstigt. Die Sehnsucht nach Sicherheit, Stabilität und Beheimatung ist groß. Was sind für Sie „Gute Orte“? Wo fühlen Sie sich wohl, sicher und vertraut? und – wo können Sie mittun, mitwirken, dass Orte, Räume und Begegnungen auch für andere Menschen gut werden?
Noch sind wir auf dem Weg, mittendrin in Veränderungsprozessen. Aber wir sind nicht allein – nicht schutz- und heimatlos. Gott begleitet uns auf unserem Weg und stellt uns seine Hütte zur Verfügung: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen“ (Offenbarung Kap. 21). Und – irgendwann wird aus der Hütte mal ein richtiges Wohnzimmer für alle Menschenkinder.
Ihre Pastorin Gudrun Lupas
Gute Orte (pdf 563 kB) Wort der Zuversicht vom 8. Februar 26
