Tagebuch der KoKo-Fahrt nach Gribskov/Dänemark 4. bis 11. Juli 2026

Text: Rieke Harms
Fotos: Ralph Hennings

 

Sonnabend 4. Juli 26

Heute Morgen haben wir die KoKo-Sommerfahrt 2026 angetreten. Nach neun Stunden Busfahrt und Fähr-Überfahrt sind wir am frühen Nachmittag an der Gribskov-Efterskole angekommen. 

Vor Ort haben wir im Plenum den Konfirmanden*innen das Haus vorgestellt und die Zimmer eingeteilt. Nachdem sich alle in den Zimmern einquartiert haben, wurden draußen die Homegroups eingeteilt und den Teamer-Teams zugeordnet. In der ersten Homegroup-Phase haben sich die Homegroups einen Namen und ein Wappen ausgesucht und gestaltet.

Nach dem Abendessen und dem Spüldienst, haben wir im Plenum die erste Arbeitseinheit eingeleitet, in der die Konfirmand*innen aufschreiben sollten, für was Menschen Gott brauchen und für was nicht. Das wurde dann im Plenum gesammelt und vorgestellt.

Nahtlos sind wir dann in die Abendandacht übergegangen und haben gesungen, gebetet und der spannenden Predigt von Pastor Trippner gelauscht. Nach Eintreten der Nachtruhe fallen die Konfirmand*innen, Teamer*innen und Pastoren fallen erschöpft ins Bett und damit ist der erste Tag unserer Sommerfahrt auch schon zu Ende.

Sonntag 5. Juli 26

Den zweiten Tag der Sommerfahrt haben die Konfirmand*innen mit einer noch etwas schläfrigen Morgenandacht gestartet. Nachdem das leckere Frühstück verputzt wurde, haben wir uns im Plenum für unsere Arbeitseinheit zu „Paul“ eingestimmt.

Zuerst haben einen kleinen Film angeschaut und Smileys dazu gemalt wie Paul sich dabei gefühlt hat, als sein Vater ihn für schlechte Schulnoten heftig kritisiert hat. Danach haben wir im Plenum die Smileys vorgestellt und teilweise überarbeitet. Vertieft wurde das Thema durch ein kleines Rollenspiel, das wir einstudiert und in Teil-Plena den anderen vorgestellt haben. 

Nach dem reichhaltigen Mittagessen hatten wir eine ausgiebige Mittagspause. Die meisten Konfis sind in den kleinen Ort Vejby gelaufen, ein paar mutige sind zum Meer marschiert und haben, wegen der hohen Brandung, die Füße ins Wasser gehalten. Andere haben sich mit Ballspielen oder in ihren Zimmern beschäftigt.

Ab 16 Uhr ging es weiter in die Nachmittags-Arbeitseinheit. Nun sollten die Konfirmand*innen sich ein kleines Theaterstück ausdenken, in das sie die, zuvor gehörte, Geschichte von den „Arbeitern im Weinberg“ sowie die am Vormittag behandelten Personen, einbeziehen sollten. Auch diese Stücke haben wir in Teil-Plena vorgestellt und besprochen. 

Nachdem Abendessen haben die Konfis in einer Übung zu ihren „Welten“ überlegt, was ihnen in Ihrem Leben wichtig ist und haben sich das gegenseitig gezeigt. Dabei wurde sehr ruhig und respektvoll miteinander gearbeitet.

Dann ging es zu einer frühen Abendandacht und wir konnten den zweiten Abend mit einer Runde des „Werwolf“-Spiels ausklingen lassen.

 

Montag, 6. Juli 26

Ein Tag voller Liebe...

Heute widmeten wir uns auf verschiedenen Wegen und verschiedenen Ebenen dem Thema Liebe. Die Konfis gaben erste Beschreibungen von dem, was Liebe für sie ist, nachdem sie „Alex“ und „Toni“, zwei Figuren aus dem „Holk-Projekt“ kennengelernt hatten.

Leider fing es heute über Tag an zu regnen, sodass wir nicht zum Strand laufen konnten, aber die Turnhalle, zahlreiche Spiele oder ein Weg ins Dorf boten genügend Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. 

Die „Liebesräume“, die die Konfis am Nachmittag in geschlechtergetrennten Gruppen gestaltet haben, waren deshalb auch alle im Innenbereich. Zwischen Romantik und Sex ergaben sich verschiedene Facetten des Themas, die zum Teil auch für Irritationen bei den Betrachter*innen sorgten.

Am Schluss des Tages feierten wir eine ausführliche Andacht, die das Thema Liebe noch einmal mit der Liebe Gottes zu uns Menschen verknüpfte.

Passend zum Rot, das als Farbe der Liebe den Tag bestimmte, kochten unsere Küchenteamer*innen Nudeln mit Tomatensoße, die reißenden Absatz fanden. 

 

Dienstag, 7. Juli 26

Heute gab es ein Geburtstagskind. Ein Konfi wurde 13 und wir haben ihn kräftig gefeiert!

In die Arbeitseinheit des vierten Tages starteten die Konfirmand*innen nach der Morgenandacht und dem Frühstück mit einem Plenum, in dem sie einen kleinen Film über „Clara, Felix und Luisa“ sahen. Es ging darum, dass Louisa ihre beste Freundin Clara anlügt und ihr verschweigt, dass sie sich mit Claras Bruder trifft. Felix sagt Clara aber die Wahrheit und erzählt wo er hin geht. Damit fliegt Louisas Lüge auf. 

Was macht Lüge – und was macht Wahrheit in unserem Leben? Die Konfis fanden überraschend differenzierte Antworten.

In der anschließenden Arbeitseinheit sollten sie beschreiben, wie sich die einzelnen Personen gefühlt haben, ob sie glücklich sind und was ihnen Sorgen bereitet. Das schrieben sie in Umrisse, die sie vorher auf Tonpapier gezeichnet hatten. 

Diese Zettel brauchten sie nach der Mittagspause für ihre Tauftücher die sie für einander gestaltet haben.

In der Abendandacht in der Turnhalle haben sie sich die Tauftücher gegenseitig überreicht. Danach bekamen sie noch einen Wassersegen mit Wasser das wir vom Meer geholt hatten. Nach dieser schönen Abendandacht ging es für die Konfirmand*innen kaputt ins Bett und der mittlerweile vierte Tag war im nu wieder vorbei.

Mittwoch, 8. Juli 26

Der fünfte Tag begann mit einer stummen Homegroup-Phase in der die Konfirmand*innen zunächst erst einmal ohne zu reden auf ein A3 Blatt mit den Worten „Böse ist, wenn...“ schreiben sollten was für sie Böse ist. Danach wurde das Geschriebene besprochen und eine gemeinsame Definition für „böse“ herausgearbeitet. Diese haben wir im Plenum vorgestellt. 

Nach einem weiteren „Nina“-Clip wurde in den Homegroups besprochen was Nina für ein Mensch ist und ob die Konfirmand*innen Beispiele für Ninas Situation aus ihren eigenen leben haben. Nach einem weiteren Plenum haben die Konfirmand*innen in Teil-Plena die Geschichte von Nina weiter geführt in Form von Rollenspielen. 

Die Mittagspause haben die meisten Konfirmand*innen am und im Meer verbracht. 

Nach der Mittagspause ging es für die Konfis ans Filmedrehen für eine weitere Weiterführung von Ninas Geschichte, in der sie ihrer Kreativität freien Raum lassen konnten. Es entstanden acht spektakuläre Kurzfilme. 

Nach dem Ende der Dreharbeiten fanden die Konfis die Wasserpistolen in der Spielekiste und machten lustige Wasserschlachten. 

Das schöne Wetter erlaubte uns, dann auch noch das Abendessen im Freien einzunehmen!

Nach einem großen Geländespiel ging es schließlich ans Filmeanschauen und Abendandacht genießen. 

So ging es für die Konfirmand*innen gut ausgepowert in Bett.

Donnerstag, 9. Juli 26

Der Donnerstag bildet auf der Kokofahrt einen ruhigen Gegenpol zum Mittwoch, der mit Geländespiel und Filmdreh ein Höhepunkt war. In der Arbeitseinheit am Vormittag beschäftigten sich die Konfis mit der Frage nach Trost. „Mara“ ein Mädchen das in den Filmen des Holk-Projekts vorgestellt wird ist in einer Lage, die für sie manchmal schwer, aber nicht zu ändern ist. Sie braucht Trost, aber ihre Freunde sind keine Hilfe. Deshalb erarbeiteten wir – mit Bezug zur Geschichte des Propheten Elia – einen Weg, wie Mara getröstet werden könnte.

 

Den wunderbaren Sommertag nutzten wieder einige, um ans Meer zu gehen. Andere – vor allem die Teamer – machten lieber einen Mittagsschlaf, oder nutzen die Zeit zum Spielen.

Am Nachmittag widmeten wir uns den dunklen oder schweren Erfahrungen unseres Lebens, schrieben sie auf und verbrannten die Blätter im Feuer um mit einem neuen Blick zu suchen, wo wir Hoffnung finden. So entstand in jeder Homegroup ein „Hoffnungsbild“. 

In der Abendandacht in der Turnhalle begegneten wir der Basis für die christliche Hoffnung, der Ostergeschichte. 

Danach fuhren ein paar von uns noch schnell mit dem Auto ans Meer und zeichneten ein Koko-Hoffnungs-Herz in den Sand.

Freitag, 10. Juli 26

Freitag ist unser letzter „Arbeitstag“ der Koko-Fahrt. Wir schauen heute auf die Welt und auf die Verantwortung, die wir als Christenmenschen für sie haben. Das beginnt mit einem „Weltverteilungsspiel“ in der Turnhalle. Bevölkerungszahl, Einkommen und CO2-Ausstoß der Kontinente unseres Globus werden von Konfis dargestellt. Schwarze Luftballons symbolisieren den CO2-Ausstoß, Brausebonbons das Welteinkommen, das wirklich ungerecht verteilt ist. In weiteren Schritten erarbeiten die Konfis Strategien für mehr Gerechtigkeit. Dann richtet sich der Blick auf das eigene Verhalten und wir ermitteln, wie viele „Erden“ ein*e Konfi verbraucht. Das Gruppenergebnis ist doch ernüchternd. Wir liegen im deutschen Durchschnitt, der 3 „Erden“ verbraucht.

Mittagessen konnten wir draußen und schwimmen gehen konnten wir auch. Am Nachmittag formulierten die Konfis kleine Botschaften, die sie auf Postkarten malten.

Ein wichtiger Teil des Abschlusses der Fahrt sind die Briefe, die die Konfis an sich selbst schreiben und dann im Herbst zugeschickt bekommen.

Den eigentlichen Abschluss bildet wie immer eine große Party, in der alle gemeinsam feiern.

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