Neulich wurde im Kino noch einmal der Film „Act now“ (2024), der Film über das Leben von Petra Kelly gezeigt. Es ließe sich viel sagen über diese mutige Frau, deren Lebensfreude ansteckend ist und einen mitreißen kann.
Allerdings rückt neben der Hauptfigur des Films – sozusagen auf Augenhöhe – eine den meisten von uns unbekannte Person in den Blick: Milo Yellow Hair, ein Lakota. Ein immer treuer Freund und Mitstreiter von Petra Kelly, den wir in seiner Heimat dem Pine Ridge Reservat (South Dakota, USA) und dann auf der Bühne der UN sehen. Dieser inzwischen alte Mann erzählt, wie die Anti-Atomkraftbewegung ihn mit Petra Kelly bekannt gemacht hat und eine Freundschaft entstand.
Bis heute engagiert sich Milo Yellow Hair gegen den Uranabbau, bei dem nicht nur in seiner Heimat giftige Gase frei werden. Er erzählt von der Weltsicht der Lakota, in der es heißt: „Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern in diese Welt gesetzt – mit denen, die vier Beine haben, mit denen, die fliegen, und mit denen, die schwimmen. All diese Lebewesen bilden mit uns eine große Familie. Wir alle sind Geschwister auf dieser einen Erde.“
Den Menschen als Zweibeiner sehen – alle Unterschiede, ob Geschlecht, Hautfarbe oder was auch immer, sind da bedeutungslos. Das kennen wir doch aus dem Schöpfungsbericht; im Buch Genesis hören wir, dass die Vier- und die Zwei-beiner am gleichen Schöpfungstag in die Welt gesetzt werden. In die eine Welt, die wir schützen und bewahren sollen.
Ihre Pastorin Christine Oppermann
Eine einfache Rechnung (pdf 1,1 MB) Wort der Zuversicht vom 4. Oktober 26
