Sommer-Schwelle

Das Schuljahr ist geschafft. Die Schwelle in die Ferien ist überschritten. Entspannte, freie Tage sind es für viele. Abifeiern. Kollegiumsgrillen. Das leckere Eis nach den Zeugnissen. Es gibt viele Rituale für diesen Übergang in die Ferienzeit. Alltag und Urlaub lassen sich bewusst voneinander trennen. Und wer die Schule abgeschlossen hat, startet in eine ganz neue Zukunft. Mit großer Freude und Neugierde, vielleicht auch mit mancher Frage, was nun kommt und wie alles werden wird. Solche Schwellenpunkte begegnen mir auch mitten im Alltag. Und es tut gut, diese besonders wahrzunehmen. Ich mache mir am Morgen bewusst, dass mir ein neuer Tag geschenkt ist. Das Läuten der Lamberti-Glocke um 12 Uhr lässt mich für einen Moment innehalten. Den Ärger des Morgens vergessen, einen Plan für den Nachmittag finden. Gehe ich am Abend sportlich in den Wald, dann stoppe ich kurz an der Schwelle in diese aufragende „Kathedrale der Schöpfung“.  Ich stelle mich an einen imaginären Punkt. Mit beiden Füßen fest auf dem Erdboden. Ich strecke meine Arme zum Himmel empor und schaue den Händen nach. Ich bringe die Hände zusammen und vor das Herz. Ich verneige mich in die Gegenwart Gottes hinein, die mich und diesen Ort erfüllt. Und erst dann trete ich in Bewegung. Jede kleine oder große Schwelle kennt Glück und Sorge. Warum nicht die Abfahrt in den Urlaub mit eine Reisesegen verbinden: „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen, mögest du den Wind im Rücken haben, und bis wir uns wiedersehen, möge Gott seine schützende Hand über dir halten.“

Gutes Reisen & glücklichen Sommer wünscht
Ihr Pastor  Tom O. Brok

Sommer-Schwelle (pdf 1,05 MB) Wort der Zuversicht vom 5. Juli 26

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