Die katalische Sängerin Rosalía nennt ihr aktuelles Album Lux. Licht! Mystische und rebellische Musik über die Liebe. Alle großen Zeitungen heben sie in den Himmel. Als neue Popikone und moderne Mystikerin. Die Mystik des Islam und des christlichen Mittelalters durchweht ihre Texte. Alles fließt. Gott ist das Licht im Körper. Rosalias Musik ist nicht leicht zugänglich. Schon gar nicht ist es Musik zum Tanzen. „Die Zeit“ empfahl Rosalias Musik alleine und im Dunkeln und laut zu hören. Dann öffnen sich Weite und Licht. Sie lässt die Männerkirche hinter sich. Auf dem Cover ist sie zu sehen in einem strahlend weißen Nonnenornat, in dem sie als Zwangsjacke gefesselt sitzt. Daraus entflieht sie mit ihrer mystischen Musik. Sie entgrenzt das Christliche und überwindet alle religiösen Barrieren. Ihre Musik ist höchst persönlich und zugleich vollkommen universell. Sie errichtet einen Tempel aus Tönen. Und lotet reizvoll aus, wie sich von Gott reden und singen und fühlen lässt. In ihrem Lied „Divinize“ empfindet Rosalia ihren eigenen Körper als Kirche, der dazu geschaffen ist, das Göttliche zu verkörpern. Sie singt: Durch meinen Körper kannst du das Licht sehen. Jeder Wirbel offenbart ein Geheimnis. Bete auf meiner Wirbelsäule, sie ist ein Rosenkranz. Ich denke dabei an das Wort des Paulus (1. Korinther 6,19): Euer Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes. Des Geistes aller Liebe.
Beten mit dem ganzen Körper!
Herzliche Grüße
Ihr/euer Tom Brok
Beten mit jedem Wirbel (pdf 201 kB) Wort der Zuversicht vom 15. März 26
