Eisheilige

In diesem Jahr machten sie ihrem Namen alle Ehre, die „Eisheiligen“. Mit dem 15. Mai ist ihre Reihe offiziell abgeschlossen. Die Bauernregel besagt, dass erst nach Mitte Mai die Gefahr für späte Nachtfröste gebannt ist. 
Im Kalender der christlichen Kirchen wird jeden Tag des Jahres (mindestens) ein*e besondere Christ*in verehrt (im katholischen Bereich als „Heilige*r“ bezeichnet). Fünf frühchristliche Märtyrerinnen, Märtyrer oder Bischöfe geben den manchmal so kalten Tagen im Mai die Namen. Am 11. Mai wird an Mamertus gedacht, Bischof in Vienne im 5. Jahrhundert. Dem 12. Mai gibt der im 4. Jahrhundert in Rom hingerichtete Märtyrer Pankratius den Namen. Der 13. Mai ist Servatius gewidmet, dem ersten Bischof von Tongern aus dem 5. Jahrhundert. Bonifatius, ein Märtyrer des 4. Jahrhunderts, benennt den 14. Mai. Den Schluss macht Sophia von Rom, ebenfalls eine Märtyrerin des frühen 4. Jahrhunderts, am 15. Mai. Nach der „kalten Sophie“, besteht die begründetet Zuversicht, dass die Tage wärmer werden und es keine Nachtfröste mehr gibt.
In diesem Jahr folgt die Wetterregie ganz genau der alten Bauernweisheit. Nach der Kälte in der vergangenen Woche steht uns ein Pfingstfest mit wunderbar warmem Wetter bevor. 
Der Katholikentag in Würzburg ist dann allerdings schon zu Ende. Diese kirchliche Großveranstaltung direkt auf die „Eisheiligen“ zu legen, war vielleicht doch ein wenig leichtsinnig – oder traditionsvergessen?

Ihr Pastor Prof. Dr. Ralph Hennings

Eisheilige (pdf 706 kB) Wort der Zuversicht vom 17. Mai 26

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