Klein und fein

Fast 600 Jahre ist sie alt – die kleine St. Gertruden Kapelle auf dem St. Gertruden Kirchhof an der Kreuzung von Alexanderstraße und Nadorster Straße in Oldenburg. Als eines der ältesten mittelalterlichen Gebäude unserer Stadt beherbergt sie manch historische Kunstschätze. Am Tag des Offenen Denkmals am vergangenen Sonntag kamen vielen interessierte Besucher*innen ins Staunen, besonders über die mittelalterlichen Wandmalereien im Gewölbe. Einzigartig: Die Legende der heiligen Gertrud von Nivelles in einer Form, die nirgends sonst so zu sehen ist.
Zu Beginn des 15.Jahrhunderts stand gegenüber der Kapelle vor den Toren der Stadt an der Alexanderstraße ein Siechenhaus, ein Krankenhaus für Leprakranke und so genannte „Aussätzige“. Auch sie sollten die Möglichkeit haben, zu beten, Gottes Wort zu hören und die Eucharistie zu empfangen. Deshalb wurde die St. Gertruden Kapelle gebaut. Klein und fein, aber mit großer symbolischer Strahlkraft:

Für Kirche als ein Ort, an dem alle Menschen willkommen sind.
Für Kirche als ein Ort, die (Schutz-) Raum für jede und jeden bietet. 
Für Kirche als ein Ort, an dem Heil- ung möglich wird.

In Psalm 84 wird die Freude über Gottes Häuser so besungen:
Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaoth.
Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn;
Mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Eine herzliche Einladung an alle, sich die St. Gertruden Kapelle von außen und von innen einmal näher anzuschauen!
Ihre Pastorin Gudrun Lupas

Klein und fein (pdf 2,2 MB) Wort der Zuversicht vom 20. September 26

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