Weil du zählst!

Was wäre, wenn es egal wäre?
Es keine Rolle spielt, wo ich mein Kreuz setze? 
Weil am Ende die Mehrheit entscheidet. 
Das ist so, vielleicht. Zumindest demokratisch gesehen. 
Aber: Das erzählt nicht die Geschichte, in der das eine Schaf verloren geht und darum 99 andere zurückgelassen werden und sich jemand auf die Suche nach dem einen macht. Das Große hinter sich lassen und sich auf die Suche nach dem Kleinen machen. 99 gegen 1. Und nein, es ist nicht das Lieblingsschaf oder das mit dem goldenen Vlies. Es ist irgendeines der 100. Und doch wird dieses gesucht. Es zählt auf einmal das Verlorene, das Übersehene. Und als es gefunden wird, ist die Freude groß.
Kurz vor dieser Geschichte wird Jesus gefragt: „Wer ist der Größte im Himmelreich?“ Und er antwortet nicht mit Zahlen. Stattdessen stellt er ein Kind in die Mitte. Nicht die Stärksten, nicht die Lautesten sind die Größten, sondern das Kleine, das Kind. Das ist der Maßstab!
Eine kleine Hoffnungsrebellion, die sagt: Du zählst! Dein Kreuz genauso, deine Haltung, deine Stimme wird gehört. Vielleicht nicht immer im System, im großen Ganzen, in der Welt. Aber dort, wo es ankommt: Gott kennt dich! Bist du mehr als ein*e von vielen. Du bist Du, bei deinem Namen gerufen von Gott. Gott wusste schon immer, wer du bist und wird sich immer wieder neu auf die Suche nach dir machen. 

Es gilt: Da wird gesucht. Da wird gefunden. Und dann: Freude. Weil du zählst! 

Ihre Pastorin Meike Melchinger

Weil du zählst! (pdf 851 kB) Wort der Zuversicht vom 27. September 26

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